Buchbesprechung: „Vertrautheit wagen. Gemeindeaufbau hautnah“ von Ed Shaw

Untertitel: „Und wie die Kirche sexuelle Vielfalt biblisch integrieren kann.“

Fontis Verlag 2018; Hier bestellbar und ausführlich beschrieben.
Originaltitel: Same Sex Attraction and the Plausiblility Problem of the Church)

Und noch ein Buch über Homosexualität – als ob es davon mittlerweile nicht genug gäbe! Und überhaupt sind doch im Moment ganz andere Dinge von Bedeutung. Das mag sein – und doch lege ich dieses Buch jedem ans Herz, der bereit ist, sich der bekannten Thematik von einer ganz anderen Seite zu nähern und auch bereit ist, sich selbst in Frage zu stellen – egal auf welcher Seite er sich verortet. In der Buchbeschreibung heißt es dazu:

„Dieses Buch hat das Zeug, gängige Vorstellungen christlicher Gemeinden über ein geheiligtes Leben umzupflügen. Dabei formuliert der Autor [ein homosexuell empfindender, zölibatär lebender Pastor] Fragen und Gedanken, die den liberalen wie auch den evangelikalen Gemeinden gleichzeitig den Atem stocken lässt: Was wenn wir unsere erste Aufmerksamkeit nicht unseren Gefühlen, unserem Glück oder unserer Tradition zukommen lassen, sondern dem lebendigen Gott? Theologisch klug und biographisch authentisch führt das Buch seine Leser in eine heilige Unruhe und zur Sehnsucht, mehr Intimität und Vertrautheit zu wagen und die distanzierte Freundlichkeit in den Gemeinden aufzubrechen. Ed Shaw liefert einen überraschend neuen Denk- und Lebensansatz.“

Dazu listet er neun Fehlannahmen auf, wie z.B. Deine Identität ist deine Sexualität  oder Wenn es dich glücklich macht, muss es richtig sein oder Leiden sind weiträumig zu umgehen – es geht nur um Glück. Diese Beispiele zeigen, dass es um weit mehr geht als Homosexualität, und das macht dieses Buch für uns alle so herausfordernd. Ed Shaw lädt uns ein unser Verständnis von Gemeinde neu zu überdenken. Und das ist in Zeiten des social distancing besonders spannend.

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