Runder Tisch bringt Vorlage für die Zentralkonferenz in Deutschland

Die zweitägige Januartagung des Runden Tisches erarbeitet zwei Beschlussvorlagen für die Zentralkonferenz im November in Zwickau: Die Schaffung einer in Ehefragen neutralen VLO und die Gründung eines Bundes in der EmK für diejenigen, die eine traditionelle Sicht auf diese und andere theologische Fragen von ihrem Gewissen her haben. Hier ist der offizielle Bericht. Damit deutet sich in Deutschland kein Weg einer Trennung an, sondern ein Weg, die bisherige Kirche zu erhalten und dabei eine neue Salzkraft zu entwickeln.

5 Kommentare zu „Runder Tisch bringt Vorlage für die Zentralkonferenz in Deutschland“

  1. Wilfried Schwotzer

    So kann ich mir eine Zukunft unserer EmK nicht vorstellen. Ein Bischof für alle Konferenzen, auch mit unterschiedlichen Auffassungen zum biblischen Verständnis mit der Bibel, dass geht gar nicht.
    Ich sehe die Leiterschaft in einer Glaubenskriese. Für meine Sicht ist ein Pastor, oder Prediger ein Bote. Boten haben einen Auftraggeber und einen Adressaten. Boten haben nicht die Aufgabe ihre Meinung zu der Botschaft zu sagen, aber genau das tun sehr viele. Das ist nicht biblisch. So eine Kirche wird untergehen!
    Wenn wir uns diese Zeit anschauen in der wir leben und das mit der Bibel abgleichen, so sehe ich, dass wir in ganz großen Schritten der Wiederkunft unseres Herrn und Heilandes entgegen gehen. Dieser Herr kennt nur eine Brautgemeinde. Ein Brautgemeinde aus Juden und Christen. Wenn Elohim in 3. Mose 23 von seinen Festen spricht, so ist doch die Kirche heute noch Mailen davon entfernt. Wir müssen hinter die Trennung von unseren jüdischen Geschwistern zurück. Zurück zu den WURZELN!!!
    Auch sollte unser Gebet/Rufen sein: Heil Jesus von Nazareth, dem König der Juden, sei willkommen! Baruch haba beshem Adonai, Halleljua.

    1. Lieber Herr Schwotzer,
      wenn ich Sie richtig verstehe, sollten Pastorinnen und Pastoren einfach aus der Bibel vorlesen. Alles darüber hinaus ist nämlich “ Meinung“ im weitestens Sinne. Übrigens ist auch Ihr Satz von der einen Brautgemeinde aus Juden und Christen „Meinung“. Den biblischen Beleg dafür lese ich hier nicht.
      Dass Bischöfe und Bischöfinnen Gremien und Menschen leiten, die die unterschiedlichsten Auffassungen haben, war in der Kirche seit ihrem Beginn schon so und geht sehr gut. Mit Gottes Hilfe.

      1. Hallo, Herr Dietze
        Der Konflikt, der übrigens nicht nur innerhalb der EMK deutlich zu spüren ist, liegt tiefer als die meisten Christen es wahrhaben wollen. Der Konflikt verläuft, weder an Meinungs, Gesinnungs, oder Glaubensgrenzen, sondern an der Grenze der Autorität. Kurz um, es geht um nicht weniger, als um die Frage nach Wahrheit und Lüge und die damit untrennbar verknüpfe Frage: Wer hat eigentlich die Deutungshoheit in biblischen Fragen? Sollen Gruppen, oder Personen darüber befinden was wahr ist? Sollen hoch angesehen, studierte Persönlichkeiten normieren was man zu glauben hat, oder Laien? Soll einfach die Mehrheit (demokratisch) abstimmen, was die Bibel heute zu sagen hat?
        Der Konflikt, den wir erleben, ist keine Lappalie und eben darum auch keine banale Frage der „Toleranz“ gegenüber der Homosexualität. Es findet ein Kampf statt, weit über unsere menschlich eingeschränktes Denken. Darum sind die Auseinandersetzungen so heftig und hässlich und die Konsequenzen so hart und radikal. Die bequeme „neutrale“ Glaubensposition, quasi die christliche Komfortzone schrumpft. Viele „Christen“ werden die Komfortzone verlassen müssen und den „Preis“ des Glaubens gründlich überdenken. Letztlich stellt sich die Frage, ist die Bibel für mich, ohne Einschränkungen das Wort Gottes, oder nicht. Alles andere sind lediglich Konsequenzen aus der Frage: Sollte Gott gesagt haben . . . . ?

        1. Hallo, (leider weiß ich nicht, wie ich Sie anreden soll, da Sie anscheinend keinen Klarnamen nutzen)
          Ich stimme Ihnen zu, dass es nach der Frage um Wahrheit geht. Ich denke aber nicht um Wahrheit oder Lüge, den ich unterstelle niemandem, dass er oder sie beim Bibelverständnis bewusst lügt.
          Ich nehmen an, dass alle Christen, die sich in dieser gegenwärtigen Diskussion befinden, nach bestem Wissen und Gewissen versuchen, die Bibel zu verstehen, d.h. die Wahrheit die Gott uns darin offenbart, zu ergründen. Ich bin überzeugt, dass wir das als Christen nur gemeinsam können.
          Wir alle legen die Schrift aus, wenn wir sie lesen. Jeder Christ interpretiert. Niemand ist allein im Besitz der vollen Erkenntnis. Ich kann immer nur, im Bibelstudium mit Gebet und im Vertrauen auf den Heiligen Geist hoffen, dass ich Gottes Wahrheit richtig verstehe. Ich habe nie die 100%ige Garantie, dass ich sie wirklich besitze.
          Von Anfang an hat dieses Dilemma die Christen begleitet. Und wo sie offen damit umgegangen sind und in Liebe um die Wahrheit gerungen haben, war das auch nicht so schlimm. Schlimm wurde es, wenn eine Seite, oft die mächtigere, die anderen verdammte und teilweise mit Gewalt auszumerzen suchte.
          Wie Paulus schreibt: 1.Kor.13,12 „Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunklen Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin.“
          Letztendlich kann niemand von sich sagen „ich kenne die Wahrheit“. Das wird enden, wenn wir beim Herrn sind.
          Bis dahin habe ich Gewissheit, dass ich im Vertrauen auf Jesus Christus von Gott angenommen bin und nichts mich von seiner Liebe scheiden kann. Und ich wünsche mir auch, dass nichts mich von meinen Glaubensgeschwistern scheiden möge. Das geht, wenn im Glauben an den dreieinigen Gott Einigkeit besteht und wir uns an das allumfassende Gebot halten, welches wir vom Herrn Jesus haben:
          (Matth.22, 37-40) Jesus aber sprach zu ihm: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt« (5. Mose 6,5). 38 Dies ist das höchste und erste Gebot. Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« (3. Mose 19,18). In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.“
          Herzliche Grüße

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