Sollte Gott seine Meinung ändern?

Bild: Wüstung Hausen – Kirche einer ehemaligen Siedlung bei Lich

Die Wege des Bileam

Im zweiten Brief vom Apostel Petrus an die Urgemeinden des 1.Jahrhunderts stehen viele Ermahnungen für Christen, dass sie trotz der Bedrängnisse geduldig auf das Kommen des Herrn warten und die heiligen Schriften eifrig studieren sollen.

Dabei besteht der zentrale Punkt aus Warnungen vor Inneren Gefahren – vor falschen Lehren, die schon damals die Kirche infiltrierten. Es handelte sich um verschiedene philosophisch-gnostischen Lehren, die viele Missverständnisse und Splitterungen in die damaligen Gemeinden brachten.

In Kern stellten die Irrlehren folgende Sachen in Frage:

  1. Dass sich  Jesus des Neuen Testament unterscheidet von dem „zornigen und Gerechten Gott des Alten Testamentes“. Man wollte  mit anderen Worten sagen, dass mit der Gnade jetzt keine Gefahr mehr vor dem Gericht besteht. „Jetzt leben wir in einer Gnadenzeit und  deshalb ist nur Liebe unsere Botschaft – denn alles wird von Gott  toleriert“- so die Irrlehrer. Einer deren  Schwerpunkte  war auch auf ethischem Gebiet die „Sexuelle Freiheit“. Aber  Jesus war und ist derselbe Gott, der auch die Städte Sodom und Gomorrha mit Feuer bestraft hat. Derselbe Gott, der auf sein ungehorsames Volk in der Wüste Nattern gesendet hat. Das ist auch ein Teil unseres Glauben heute.
  2. Solche Lehrer hinterfragten auch die Zeit der Parousia (Wiederkommen des Herrn). Diese schien für sie nicht mehr als Realität. Sie ersetzten das Geschehen mit einer positivistischer Zukunftsvision: „Wenn alles: schön und gut sein wird.“

Der Apostel wiedersetzte sich solchen Lehren mit seiner Autorität, aber auch mit einer Warnung, die für Christen aller Zeiten aktuell ist: „Es waren aber auch falsche Propheten unter dem Volk, wie auch unter euch sein werden falsche Lehrer, die verderbliche Irrlehren einführen und verleugnen den Herrn…“ (2.Petrus 2,1)

Durch die gesamte Kirchengeschichte mussten Theologen und Kirchenväter kämpfen und streiten, um die apostolische Lehre zu erhalten vor den Herausforderungen – deren meiste von Innen kamen. Es handelte sich meistens  nicht um kulturelle Sachen wie Fragen der Sklaverei, der Rolle der Frau,  oder Fragen des Zeremonieller Gesetzes verbunden mit den Speisegeboten – sondern um Kernsachen der Heilslehre und der jüdisch-christlicher Ethik. Denn auch wenn sich Kultur, Wissenschaft oder Gesellschaft ändern und die Christen auch Vorteile davon genießen können: Es verändern sich Gottes ethische Einstellungen nicht. So bleibt Lüge weiter Lüge, Mord bleibt weiter Mord, und Unzucht bleibt weiter Unzucht wie auch Hurerei  Hurerei bleibt, egal wie sich die Zeiten ändern.

Danach schreibt Apostel Petrus weiter: Sie haben verlassen den richtigen Weg und gehen irre und folgen nach dem Wege Bileams, des Sohnes Beors, welcher liebte den Lohn der Ungerechtigkeit… (2.Petrus 2,15 – siehe 4.Mose 22).

Wenn jemand dem Weg verlässt, bedeutet es, dass er vorher dem richtigen Weg gefolgt war. Es ist überraschend, wie einige von heutigen Theologen eine neue Aufklärung über ethische Fragen haben, die kein anderer von großen Theologen in zwei tausend Jährigen Kirchengeschichte gehabt hat. So verstanden Augustin, Thomas Aquinas, Martin Luther, Jean Calvin, John Wesley, nicht,  dass die Homosexualität als Ehe eigentlich gesegnet werden sollte.

Aber die neueren Theologen folgen nicht dem richtigen Weg – denn sie folgen einen Irrweg, dem auch der erwähnte Prophet Bileam aus einer außergewöhnlichen Geschichte des Alten Testamentes gefolgt ist. Denn trotz  genauer Anweisungen von dem Herrn folgte er seinen Begierden und Wünschen, und ging noch weiter; er lehrte die Israeliten:, vom Götzenopfer zu essen und Hurerei zu treiben. (Offb 2, 14) Solche Sätze kommen nun nicht nur aus dem Alten Testament oder von den Aposteln, sondern aus der Offenbarung  Jesu Christi und seinem Sendschreiben an die Kirche in Pergamon – was auch die Gültigkeit für die Gesamtkirche aller Zeitperioden hat.

Solche und andere Lehren wurden verurteilt von dem Herrn. Sie sind eigentlich der Kern der Verwirrung in der heutigen Kirche und mehr als nur ein konservativ-liberaler Streit. Die Schriften aus dem Neuen Testament zeigen uns deutlich schlussendlich: Egal, mit wie viel Mühe die Irrlehrer das Gegenteil beweisen wollen – Gott wird seine Meinung nicht ändern.

10 Kommentare zu „Sollte Gott seine Meinung ändern?“

  1. Hans-Ulrich Hofmann

    Der aggressive und rechthaberische Ton dieses Textes erinnert mich an die Sektenprediger auf der Frankfurter Zeil, an denen die Menschen kopfschüttelnd vorbeigingen. Ich habe mich oft geschämt, weil ich dachte, was für ein Bild wirft dieses Gebaren auf das Christentum. Dass sich nun eine Plattform von Christen unserer Kirche diesen Stil zu eigen macht, halte ich für sehr bedenklich.
    Hilfreich für einen guten Stil der Auseinandersetzung finde ich das theologische Referat, das Manfred Marquand am 25.6.19 auf der SJK gehalten hat: Ist dein Herz aufrichtig – wie meins? nachzulesen auf der Homepage der SJK.

    1. Vatroslav Zupancic

      Sehr geehrter Herr Hoffmann!
      Danke für ihre Bemerkungen. Jeder kann für sich selbst auf unterschiedliche Weisen eine Predigt erleben. Der eine freut sich, dass die Wahrheit klar ausgesagt wird und der andere findet solche Verkündigung „aggressiv“.
      Wenn man aber den eigentlichen Ton von Apostel Petrus in dieser Epistel spürt, dann ist dieser Artikel noch zu sanft. Denn es handelt sich um ernste Fragen der Lehre und der Ewigkeit und nicht um gegenwärtige Gefühle. Sie können sich auch persönlich auch schämen – aber fragen Sie einmal zahlreiche Gläubige und Mitglieder, die sich noch mehr schämen, weil ihre Kirche, in die sie treu gehen, nicht mehr die richtige Lehre behalten kann. Die sich schämen, weil ihr Kirchenvorstand sich dem Zeitgeist gebeugt hat, die traurig sind, wenn die Segnungen von nicht Heterosexuellen in ihren Gemeinden stattfinden. Das sollte uns mehr besorgen als nur persönliche Schamgefühle zu empfinden.
      Freundliche Grüße! Ihr Pastor Vatroslav Zupancic.

      1. Hans-Ulrich Hofmann

        Sehr geehrter Herr Zupancic,

        ich frage mich, ob Sie schon jemals homosexuell veranlagten Christen begegnet sind, die in Verantwortung vor Gott und Treue zu ihrem Partner oder ihrer Partnerin ihre Beziehung gestalten und dabei die Hilfe Gottes erbitten? Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass man dann noch solche harten Urteile fällen kann. Wir beugen uns nicht dem Zeitgeist, sondern nehmen ernst, dass es offenbar zur Geschöpflichkeit des Menschen gehört, dass es auch Menschen gibt, die nicht heterosexuell, sondern homosexuell veranlagt sind.
        Was die biblischen Texte verurteilen, trifft nicht diese Form der Homosexualität. Da geht es um Dominanz und Unterdrückung.

        Mit freundlichem Gruß
        Hans-Ulrich Hofmann

        1. Vatroslav Zupancic

          Lieber Herr Hoffmann!
          Was mich persönlich betrifft, bin ich nicht nur etlichen Homosexuellen begegnet, sondern habe einige von ihnen auch seelsorgerisch betreut, teilweise am Sterbebett, wo sie einsam an Aids starben. Ich kenne die inneren Kämpfe und Fragen, die viele von ihnen haben. Diese selten glücklichen Menschen brauchen Hilfe und Jesus wie jeder andere Sünder auch. Aber es ist die eine Sache, bestimmte Neigungen zu haben und Gottes Wege zu suchen und eine andere, gottwidriges Verhalten gut zu heißen und sogar zu segnen. Letzteres kommt aus einem falschen und unbiblischen Verständnis von Gottes Gnade.
          Homosexuelle Menschen sind willkommen in der Kirche, brauchen aber biblische Wegweisung und Hilfe zur Veränderung. Als Kirchenmitglieder und Mitchristen, haben sie die Möglichkeit, wie es schon immer der Fall war, zölibatär oder in einer heterosexuellen Ehe zu leben. Es gibt zahlreiche ehemalige Homosexuelle, Gott sei Dank auch in der EMK. Sie wurden durch Gottes Kraft befreit und sind nun entsetzt über den Kurs ihrer Kirche, die eine Irrlehre standardisieren will.

          1. Klaus Bratengeier

            Sehr geehrter Herr Zupancic,
            Ihre langjährige Erfahrung möchte ich nicht in Frage stellen. Ich möchte nur darauf aufmerksam machen, dass das Spektrum von Menschen, die unter „LGBTQQ“ zusammengefasst werden, ungeheuer groß ist. Das gilt für die Empfindungen, den Grad einer Festlegung, aber auch den Umgang mit der eigenen Sexualität, die eigenen Lebensentwürfe. Erfahrung in einem Bereich des Spektrums heißt noch lange nicht, dass man die ganze Bandbreite kennt. Das muss ich selbst immer wieder feststellen.
            Ich (und ich vermute: auch Herr Hoffmann) habe Menschen im Blick, die sehr verantwortungsvoll mit ihrer Sexualität umgehen. Das möchte ich achten. Mit einer unbiblischen Vorstellung von Gnade hat das nichts zu tun. Und ihr Verhalten ist auch nicht unbiblisch. Wir sollen nicht Theorien bewerten, sondern an den Früchten erkennen, was letztlich gut im Sinne Gottes ist. Bei den Menschen, die ich vor mir habe, sind die Früchte gut. Für genau diese Menschen brauchenwir die Freiheit, sie zu segnen und eventuell auch als Pastoren oder Pastorinnen in Dienst zu nehmen. Es mag sein, dass es Peroen gibt, dei einen anderen Weg gegangen sind. Ich bitte diese, damit zu rechnen, dass jeder Mensch anders ist und daher auch die Lebenswege unterschiedlich verlaufen, ohne dass der eine (nur) gut, der andere (nur) schlecht sein muss.

            Herzliche Grüße
            Klaus Bratengeier

            P.S.:
            Ich denke z.B. an Menschen mit bisexuellen Neigungen, denen ein Wechsel leichter fallen kann, die dann in manchem Umfeld, das homosexuelle Neigungen nicht toleriert, als „geheilt“ angesehen werden. Es gibt fließende Übergänge und so viele Prägungen…
            ann. Es gibt fließende Übergänge und so viele Prägungen.

            I

  2. Klaus Bratengeier

    Nicht Gott ändert seine Meinung – sondern wir Menschen lernen dazu und
    verstehen mehr; zumindest in manchen Punkten.
    Bileam versucht, Gott für seine egoistischen Ziele zu nutzen. Es wäre
    schlimm, wenn dies in unserer Kirche so wäre. Aber die Motivation für
    unsere abweichende Meinung ist eine andere als Bileams Gier und
    Selbstbetrug:
    Wir suchen tatsächlich nach dem Willen Gottes, und zwar mit reinem Herzen.
    Ich kann nur immer wieder bitten, das ernst zu nehmen.

    Erinnern möchte ich auch daran, dass die strittigen Bibelstellen sich
    gegen homosexuelle Spielarten richten, die jeweils eine gewisse
    Zügellosigkeit oder Dominanzstreben charakterisieren. In unserer Kirche
    geht es aber nicht um solche Zügellosigkeit und falsche Freizügigkeit,
    sondern um Menschen, die einem hohen Bild von Ehe nachstreben: Dauer,
    Treue, Zusammenhalt auch in schwierigsten Lebenslagen, Schutzraum für
    Kinder, andere schwächere Familienangehörige oder gar Außenstehende,
    Zuwendung, Nähe, Zärtlichkeit, gegenseitige Hingabe, liebevoll
    ausgelebte Sexualität, gegenseitige Unterstützung und Hilfe aller Art,
    Übernahme von Verantwortung füreinander u.v.a.m. – Darum geht es hier.

    Solche Ziele werden weder von den als umstritten angesehenen
    Bibelstellen getroffen, noch sind sie von den Kirchenvätern gemeint –
    denn sie waren zu deren Zeit zusammen mit homosexuellem Empfinden nicht
    im Blickfeld.“

    Herzliche Grüße – und vielen Dank!

    Klaus Bratengeier, Würzburg

    1. Vatroslav Zupancic

      Sehr geehrter Herr Bratengeier!
      Danke für Ihren Kommentar. Der Fokus des 2 Briefs von Petrus ist auf die Irrlehrer gerichtet: „Es waren falsche Propheten unter dem Volk wie auch unter euch seien werden“- so Petrus. Dabei ist Bileam nur einer von mehreren Beispielen von denen, die die Wahre lehre und die Schrift verdrehen um ihre Motive , Gier oder Ambitionen zu rechtfertigen und ihnen zu folgen. Unzucht und egoistische Entscheidungen waren nur Folgen solcher Gedanken und Lehren. Nichtheterosexuelle Segnungen oder sogar „liebevolle Schwule Beziehungen“ kommen nirgendwo in der Bibel in einem positiven Kontext vor. Wie zu deren Zeit – so auch durch die gesamte Kirchengeschichte wurde solches Benehmen als negativ betrachtet und die heutige postmoderne Kultur kann es nicht ändern. Es handelt sich um eine Irrlehre, eine schwere Häresie, die der Kirche nur schaden bringen kann, deshalb lassen Sie sich nicht täuschen.
      Liebe Grüße
      Vatroslav Zupancic

      1. Klaus Bratengeier

        Auf die Gefahr hin, dass dies nun zu einer Bibelarbeit wird:
        Lasst uns doch genauer anschauen, was da steht in 2.Petrus steht:
        In Kap. 1,2-8 beschreibt Petrus, wie eine Wechselwirkung besteht zwischen einem geheiligten Leben und einer immer engeren Beziehung zu Jesus. Er spricht hier von der Loslösung von Begierden, die er weiter unten beschreiben wird. Es werden Eigenschaften geschildert, die einen von Jesus geprägten Menschen ausmachen: Glauben > Charakterfestigkeit > Erkenntnis > Selbstbeherrschung > Standhaftigkeit > Ehrfurcht vor Gott > Liebe zu den Glaubensgeschwistern > Liebe zu allen Menschen. Diese Überlegungen breitet er weiter aus und führt in sein Motiv ein: seine Sorge, man könnte nach seinem Ableben seine Worte nicht mehr ernst nehmen.
        Im zweiten Kapitel bringt er Irrlehrer ins Spiel, die im Gegensatz zu dem stehen, was er als charakteristisch für einen vorbildlichen Christen herausgearbeitet hat. Petrus betont, dass sie durch Ihr ausschweifendes (!) Leben zur Nachahmung verleiten. Er erklärt auch, was er mit Ausschweifung meint: (V3) „In ihrer Habgier (sic!) werden sie versuchen, euch mit raffinierten Lügen für sich einzunehmen“. Anderes Fehlverhalten wird nicht genannt. Ebenso konkret wird er in (V10): „… weil sie den schmutzigen Begierden ihrer selbstsüchtigen Natur freien Lauf lassen und sich über die Autorität des Herrn hinwegsetzen. Selbstherrlich und vermessen, wie sie sind, schrecken sie nicht davor zurück, abfällig von überirdischen Mächten zu reden.“ Und (V13+V14): „So ernten sie das Unrecht, das sie gesät haben.“ – Es geht also um Unrecht. Und zwar laut Petrus „Am helllichten Tag zu schlemmen und zu saufen – das ist ihre Vorstellung von Vergnügen. Schmutzflecken und Schandmale sind sie, die sich diesem verführerischen Schlemmen und Saufen sogar dann hingeben, wenn sie an euren gemeinsamen Mahlzeiten teilnehmen. Lüstern blicken sie jeder Frau hinterher, ständig auf der Suche nach sündigen Abenteuern. Sie ködern Menschen, die im Glauben nicht gefestigt sind, und sind Meister darin, alles an sich zu reißen, wonach ihnen in ihrer Habgier der Sinn steht.“
        Das also ist die Beschreibung dessen, was Irrlehrer ausmacht. Es ist klar umschrieben: Diese Menschen lassen sich gehen und tun sich und anderen dabei Schlimmes an – und wiederum andere Christen versuchen sie, in ihre Einflusszone zu ziehen, weil sie damit an Macht und Einfluss gewinnen.
        Mit dem, was es bei den Entscheidungen der EmK ansteht: Segnung von Paaren, die füreinander einstehen wollen; Zulassung von Pastoren, die Verantwortung für einen Partner übernehmen (ich verweise auf meinen ersten Beitrag) hat das alles nichts zu tun.
        Die Gleichsetzung solcher Lebensentwürfe mit Ausschweifung und Irrlehre erscheint vor biblischem Hintergrund geradezu schlimm und gefährlich – denn sie lenkt von der biblischen Kritik ab.
        Herzliche Grüße
        Klaus Bratengeier

        1. Vatroslav Zupancic

          Lieber Herr Bratengeier!
          Vielen Dank für Ihre Antwort. Aber Sie setzen hier einen sehr hohen Standard für die Ehe: Beständigkeit, Treue, Zusammenhalt auch in schwierigsten Lebenslagen, Schutzraum für Kinder, andere schwächere Familienangehörige oder gar Außenstehende, Zuwendung, Nähe, Zärtlichkeit, gegenseitige Hingabe, liebevoll ausgelebte Sexualität, gegenseitige Unterstützung und Hilfe aller Art. Meine Frage ist: Auf welche Quelle beziehen Sie sich bei diesem Masstab. Wenn es die Bibel ist, warum ignorieren Sie die Tatsache, dass so etwas immer in einem heterosexuellen Kontext erwähnt wird und dass nur aus solchen Beziehungen Kinder entstehen können? Wenn Kontext und Rahmen der Ehe nicht stimmen, dann ist auch der gesamte Standard auf einer falschen Grundlage. Der Versuch, Homosexualität auf die selbe Ebene des Ehestandards der Bibel zu setzen, ist auch deswegen falsch, weil er die Bedeutung und das exklusive Ziel der Ehe als Gottes Schöpfung und Plan verfehlt. Solche Änderung der Wahrheit war immer ein Zeichen der Dekadenz und wir sollen hoffen, dass so etwas die Kirche nie untergraben wird.
          Wenn es sich hier nur um Ihre Meinung handelt, dann müssen sie solche Standards auch für polygame, inzestöse und andere Beziehungen anlegen, aber nicht in der Kirche

  3. Susanne Rabanus

    „…die einem hohen Bild von Ehe nachstreben: Dauer,
    Treue, Zusammenhalt auch in schwierigsten Lebenslagen, Schutzraum für
    Kinder, andere schwächere Familienangehörige oder gar Außenstehende,
    Zuwendung, Nähe, Zärtlichkeit, gegenseitige Hingabe, LIEBEVOLL AUSGELEBTE SEXUALITÄT, gegenseitige Unterstützung und Hilfe aller Art,
    Übernahme von Verantwortung füreinander u.v.a.m.“ Zitat

    Hallo Herr Bratengeier,
    ein schönes Ideal! Kennen Sie eine hetero-Ehe, in der das so gut gelingt? Wir sind ja alle auf dem Weg. Ich finde es bewundernswert, wenn Menschen miteinander so umgehen. Nur was meint das Wort Gottes mit widernatürlicher Sexualität? Aber die natürliche Sexualität ist wohl jedem schon mit 3 Jahren klar, in gelebtem Umgang mit spätestens 10, hoffentlich nur theoretisch. Wenn gleichgeschlechtliche Menschen harmonisch zusammen leben und /oder bedürftigen Kindern ein zu Hause geben in Reinheit des Herzens und des Körpers, steht der Ehre Gottes sicher nichts im Wege – das hat es immer gegeben. Gab es da nicht das Bild vom Körper als Tempel Gottes? Wer je eine christliche Ehe lebte, in der Gott Regie führt, weiss, was Reinheit im Ehebett bedeutet. Jetzt zu dem Punkt Be(Hab-)gierde: wann beginnt denn die innere Begierde zum gleichen Geschlecht? Der sollen wir doch keinen Raum geben? Drewermann (Psychoanalytiker u.a.) meinte einst, der Homosexuelle will nicht ein Mann werden, sondern einen Mann HABEN. Wann habe ich mich als Jugendliche heteromäßig ohne Ausschweifungen vor Gott dennoch versündigt? Wie scheitern wir doch alle und bedürfen der Erlösung.
    Tja, wahre Theologie wird betend studiert.
    Gott, erbarme Dich unser!
    Liebe Grüße
    Susanne Rabanus

    PS interessant ist auch, wie seitenweise in der Bibel die Ehe erklärt wird, für Priester, Könige, mit Ausnahmen, die Gaben der Brauteltern oder des Bräutigams, von jeher als Gottes Plan monogam, dann doch Polygamie erlaubt, aber mit vielen Problemen, Anweisungen zur Inzestvermeidung, Unterscheidung von Freien und Sklaven, etc.
    Und für Homosexuelle steht dort nur, „du sollst als Mann nicht bei einem Manne liegen wie bei einer Frau.“

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