Passion: Jesus wurde fortgejagt – und ich?

In einem Brief von Bayless Conley las ich Erstaunliches aus der Geschichte unserer Kirche. Dabei wurde von ihm die folgende Bibelstelle aus Apg. 20,22-24 ausgelegt:

„Paulus sagte: ich gehe nach Jerusalem. Der Herr schickt mich dorthin. Auch wenn alle Leute unterwegs sagen,dass mich Fesseln und Bedrängnis erwarten, lasse ich mich davon nicht abbringen. Ich werde den Lauf vollenden. Auch wenn es mich das Leben kostet – ich werde treu bleiben und tun, wozu mich der Herr berufen hat.“

Ich finde diesen Auszug aus dem Tagebuch von John Wesley sehr eindrücklich:

5.Mai  Predigte in der Kirche „St. Anne“ >>> Wurde gebeten, nicht wiederzukommen.
12 Mai. Predigte in der Kirche „St.Jude“ >>> Darf auch dort  nicht mehr wiederkommen.
19.Mai  Predigte in der Kirche „St. Irgendein anderer Heiliger“ >>> Die Diakone beriefen eine Sondersitzung ein und teilten mir mit, dass ich nicht wiederkommen darf.
19.Mai  Predigte auf der Straße. >>> Wurde von der Straße gejagt.
26.Mai  Predigte auf einer Wiese. >>> Wurde von der Wiese gejagt, weil man während des Gottesdienstes einen Bullen freiließ.
2.Juni Predigte nachmittags auf einer Weide >>> ZEHNTAUSEND MENSCHEN KAMEN, UM MIR ZUZUHÖREN.

Treue gehört zur Kultur im Reich Gottes. Als Nachfolger Jesu müssen Du und ich uns als treu erweisen.

Ich bete, dass du als treu befunden wirst und eines Tages aus dem Mund Jesu diese Worte hörst: Recht so, du guter und treuer Knecht. „

Ich finde es einfach sehr ermutigend, treu zu bleiben – egal, was es kostet.

Kathrin Pilz, Cranzahl